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Der "revolvierende Kreditfonds"

Über die Hälfte der Bevölkerung der Region Condega, knapp 14.000 Menschen, wird der "ländlichen Bevölkerung" zugerechnet: Sie leben außerhalb der Kreisstadt in Dörfern von 40 bis 800 Einwohner. Die Landwirtschaft ist - bei einer Gesamtarbeitslosigkeit von mindestens 50 Prozent - der dominierende Erwerbsfaktor.

 

Seit 1994 engagiert sich neben dem Kreis Herford besonders die Stadt Löhne in der Partnergemeinde Condega mit der Unterstützung des "Patrimonio Campesino de Condega", dem "revolvierenden Kreditfonds". 1992 in Condega ins Leben gerufen, vergibt der Fonds Kredite als Starthilfe an arme Bauern. Als die Stadt Löhne erstmals 6.000 Mark bereitstellte, war das Wort vom "Kuhhandel" bzw. der "Kuhspende" sofort geprägt. Denn mit den Mitteln wurde die Anschaffung von 12 Rindern finanziert. Der "Kuhhandel" geht zurück auf die von Jesuiten geleitete Hilfsorganisation "Juan XXIII".

 

Die Bedingungen des Kreditfonds, der bei uns auf Namen von öffentlich geförderten Existenzgründungs-Initiativen wie "Start" oder "Go!" hören würde, vergibt Kredite in Form von Tieren, Saatgut oder Geld. Nach drei Jahren müssen die Darlehen bar oder in Naturalien zurückgezahlt sein. Dann profitieren andere Landwirte oder Kooperativen. Die Bauern werden außerdem in Fragen wie Weidebetrieb und Viehhaltung geschult. Zu den geförderten Projekten gehörten auch Aufforstungsprogramme.

 

Kreditnehmer müssen nachweislich selbst Eigentümer des Landes sein, das sie auch selbst bewirtschaften müssen. Der revolvierende Fonds, der auch von anderen Partnern regelmäßig unterstützt wird, ist eine kleine Erfolgsgeschichte: Zahlreiche Kleinbauern konnten im Laufe der Jahre eine eigene Existenz aufbauen.

 

 

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